Junge Voltis sind fit auf dem Pferd

16 Voltigierer bestehen Prüfungen zum Steckenpferd und Großen Hufeisen

Frisch gestriegelte Pferde kreisen durch die Reithalle, Besucher tummeln sich auf der Tribüne und hoch konzentrierte Voltigierer bereiten sich ehrgeizig auf ihre Prüfungen vor: Bei unserem diesjährigen Sommerfest versammelten sich Voltigierer, Eltern und alle die ebenso fasziniert vom Voltigiersport sind, um den jungen Teilnehmern bei ihren Voltigierabzeichen „Steckenpferd“ und „Großes Hufeisen“ die Daumen zu drücken.

 

Nach wochenlangem fleißigem Training stellten die Voltigierer ihr Können auf dem Pferderücken im Schritt sowie im Galopp unter Beweis: Für das „Steckenpferd“ wurden vier Einzel- sowie eine Doppelübung im Schritt verlangt. Um das „Große Hufeisen“ zu ergattern mussten unsere Nachwuchsvoltigierer neben einer Doppelübung im Schritt auch fünf Übungen im Galopp absolvieren. Dass sie sich auch mit der Pferdepflege und –haltung gut auskennen, mussten die Prüflinge in einer theoretischen Prüfung nachweisen: Hierfür wurden sie von unserer Voltigierbeauftragten Christina Lenz intensiv vorbereitet und erlernten grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten rund um das Pferd und das Voltigieren.

 

Am Ende hatte sich das viele Lernen gelohnt: Alle Teilnehmer haben erfolgreich bestanden. „Die Voltigierer haben sich ausgezeichnet auf ihre Prüfung vorbereitet“, lobte Richterin Claudia Golling.

 

Das Steckenpferd bestanden: Anna Lotta Röschmann, Marina Pape, Lilli Lottke, Inke Rittkowski und Hannah Slavik.

 

Das Große Hufeisen absolvierten: Isabell Claus, Elena Dewald, Cheyenne Fenske, Denise Fricke, Leonie Haase, Lena Kachel, Janne Ludszuweit, May-Britt Otten, Carolyn Troitzsch, Enna Wetjen und Laura Schwake.

Grünkohl 2010

Obwohl ein steifer Wind aus Nordost wehte, Schnee lag und die Kälte durch alle Ritzen der Kleidung zu schlüpfen drohte, machte sich auch in diesem Jahr wieder eine Gruppe unerschrockener Mitglieder auf den Weg.

Aber Hand aufs Herz. Ist das nicht eigentlich bestes Grünkohlwetter? Das Treffen war für 15 Uhr angesetzt. Damit der Rückweg nicht auch zu Fuß erfolgen musste brachten zunächst einige Fahrer ihre Fahrzeuge zu unserem Ziel. Als es dann gegen halb vier nun endlich losgehen sollte, die erste (und zum Glück einzige) böse Überraschung. Der selbstgebaute Bollerwagen, den Simone mitgebracht hatte, lief leider nur auf drei Rädern. Das letzte wirkte etwas luftlos. Doch zum Glück konnte Frank in der Nachbarschaft eine Luftpumpe organisieren und somit Stand dem Start nichts mehr im Wege. Erwähnt werden sollte noch das der Begriff Bollerwagen etwas in die Irre führt. Rollende Theke träfe es sicherlich besser.

 

Die Strecke führte uns vom heimatlichen Stall über Düring und Friedrich-Wilhelmsdorf nach Stintstedt. Die gut 7,5 km Strecke hätte sich sicherlich als sehr schwierig erwiesen wären da nicht die vielen Ecken gewesen. Bei Glühwein, Kurzen und heißem Apfelsaft ,auf Wunsch mit Calvados verdünnt (nicht vor Schreck schütteln sondern probieren, ist ein echtes Geheimrezept) nahmen die Stops sehr schnell sehr viel Zeit in Anspruch. Dies blieb selbstverständlich auch unserer Petra nicht verborgen, die daraufhin so viel Tempo machte, daß manch einer sich auf einem Marathonlauf wähnte. Zum Glück konnten wir noch den ein oder anderen Halt ertrotzen. Und so kamen wir pünktlich um sechs Uhr an unserem Ziel, der Gaststätte Waidmannsruh an. Was folgte war ein gemütliches Grünkohlessen, das allen Teilnehmern wunderbar gemundet hat.

 

Das letzte große Highlight des Abends war die Kür des neuen Grünkohlkönigs, Verzeihung der neuen Grünkohlkönigin. Die Auswahl erfolgte dieses Jahr über unseren Wirt, der als Glücksfee fungierte und aus der Teilnehmerliste blind Königin und Stellvertreterin bestimmte.

 

Zum Schluß noch ein ganz herzliches Danke Schön an unsere Vorjahreskönigin Sarah, die in diesem Jahr die Tour für uns alle organisiert und als „Gastgeber“ fungiert hat und einen herzlichen Glückwunsch an die neuen Majestäten.

Nordsee-Zeitung vom 08.01.10

Putzmunter in eisiger Kälte


Loxstedt. Die meisten Vereine machen in den Winterferien Pause. Beim Reitklub Loxstedt ginge das gar nicht. Denn die sieben Schulpferde des Klubs brauchen ihre Bewegung und wollen etwas zwischen die Zähne haben. Der Stall muss ausgemistet werden. Ferien beim Reitclub gibt es nur im Sommer. Von Barbara Fixy


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Faneo genießt die Aufmerksamkeit: Während Ute Ohlandt (links) mit ihm spricht, duscht Petra Gerken ihn ab.


Loxstedt. Die meisten Vereine machen in den Winterferien Pause. Beim Reitklub Loxstedt ginge das gar nicht. Denn die sieben Schulpferde des Klubs brauchen ihre Bewegung und wollen etwas zwischen die Zähne haben. Der Stall muss ausgemistet werden. Ferien beim Reitclub gibt es nur im Sommer.

An diesem kalten Wintermorgen duftet es köstlich nach Pferd, Stroh und Heu im Stall in der Klaus-Gieschen-Straße. Petra Gerken hantiert mit der Forke und mistet Faneos Box aus.

Der steht derweil unter dem Solarium und lässt sich die Höhensonne auf den Pelz scheinen. Faneo hat es richtig gut. Er ist aber auch ein toller Hengst. Verzeihung. Nein. Faneo ist ein Wallach. Aber das, was man einen Frauentyp nennt. Ein Frauentyp auf vier Beinen mit dem stattlichen Stockmaß von 1,80 Metern. Vor rund einem Jahr hat der Reitklub ihn gekauft. Die Gemeinde hat sogar noch 1000 Euro dazubezahlt, weil die Kinder auf Faneo voltigieren lernen.

Petra Gerken hat ihn in ihr Herz geschlossen. Aber nicht nur sie: Auch ihr Ehemann Detlef schmust noch einmal mit ihm, bevor sie ihm seine „Schlammdecke“ festknöpft. Die bekommt Faneo auf dem Rücken, wenn er auf die Weide zum Spielen geht. Weil er sich sonst schmutzig machen würden, denn Pferde lieben es, sich hinzuschmeißen und zu wälzen.

 

Auf die Weide

Faneo darf an diesem Morgen mit dem Braunen Whisper auf die Weide. Den hält Ute Ohlandt an der Trense. Die beiden Frauen führen die Pferde. Klick, klack machen die Hufe auf dem Pflaster. Klick, klack, aber ganz vorsichtig, weil es so wahnsinnig glatt ist.

Ute Ohlandt wird von allen als Seele des Reitklubs betrachtet. Sie sorgt dafür, dass die Pferde das tun, was ihnen außer Fressen am zweitliebsten ist: sich bewegen. Und sie sorgt dafür, dass der Reitklub seine 270 Mitglieder behält, weil sie ihnen Reitunterricht gibt.

„Pferde können nicht 24 Stunden lang im Stall stehen“, sagt sie. Deshalb sei es auch ganz gut, dass sie für ihr Futter arbeiten müssten. Faneo springt derweil schon mit Whisper auf der winterlichen Weide herum – immer um den Apfelbaum herum, dessen Zweige sich kahl in den Himmel recken. Im Herbst sammeln die Pferde seine Äpfel mit ihren weichen Lippen auf und verspeisen sie genüsslich.

 

Alle sieben Pferde

Alle sieben Pferde des Reitclubs dürfen an diesem Morgen raus aus ihren Boxen und sich austoben, bevor am Nachmittag die Reitschüler kommen. Sie müssen sich ihr Futter verdienen. „Und das ist auch gut so“, meint Ute Ohlandt.

Wer arbeitet, der muss auch Urlaub haben. Den bekommen die Pferde des Loxstedter Reitclubs im Sommer. Sechs Wochen lang kommen sie auf die Sommerweide. „Das brauchen sie auch. Danach gehen sie mit ganz neuem Elan wieder an die Arbeit“, sagt Ute Ohlandt.

Und nur damit die Pferde Urlaub machen können und die Reitlehrerin auch, hat der Reitclub im Sommer sechs Wochen lang Pause.

 

Reitklub Loxstedt

Gegründet: 1921.

Mitglieder: 270.

Vorsitzender: Christian Schumacher.

Kontakt: Reitlehrerin Ute Ohlandt, 0170/5407521.

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Unterm Apfelbaum: Faneo und Whisper auf der winterlichen Weide. Fotos fix
Artikel vom 08.01.10 - 15:30 Uhr
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